Der letzte Newsletter der Band … | 12/2009

Der letzte Newsletter der Band … | 12/2009

12/09: Besinnliches zur Weihnachtszeit – Blick zurück nach vorn …

Liebe Freunde,

wenn wir hin und wieder auf unsere gute alte YAG-Homepage schauen, so gesellt sich doch der ein oder andere wehmütige Gedanke zum Gefühl der Dankbarkeit für 10 Jahre yellow and green. Vor genau einem Jahr begannen die Vorbereitungen für unser Abschiedskonzert. Nun liegt eben dieses schon einige Monate hinter uns. Aber eigentlich war es nur ein Abschiedskonzert von yellow and green – es war kein Abschied von der Musik und den unterhaltsamen Künsten. Geblieben sind gewachsene Freundschaften und abendfüllende Erinnerungen an die schönsten und skurrilsten Geschichten, die immer wieder zu den liebgewordenen kreativen Diskussionen über die Projekte führen, die jeden Enzelnen von uns vier ab nun beschäftigen …

Dazu passt auch eine lustige Begebenheit, die nun ich am Rande eines „Ostrocklegenden“-Konzertes von Maximilian Wilhelm & Band in Magdeburg im Herbst diesen Jahres erlebte. Nach dem Auftritt war ich unterwegs mit unserem Tonmann „Schusti“ durch die beeindruckenden Räumlichkeiten der Festung Mark. Unterdessen hatte der Rest der Band schon einige CDs erfolgreich verkauft und dazu Autogramme gegeben. Als ich wieder auftauchte, kam eine junge Frau auf mich zu, die mich schon seit geraumer Zeit wegen eines Autogramms gesucht hatte und sang „Wo ist der Hund“ – ich stutzte, und überlegte, woher sie das Lied wohl kannte … Zuerst schoss mir durch den Kopf „Ok, sie kennt das Lied von Dirk Zöllner, der das Lied ja auch geschrieben hat – aber warum singt sie mich damit zur Begrüßung an?“ – Nun ja – ein YAG-Fan outete sich soeben. Ich war sehr erfreut! Aber so selbstverständlich ist das ja nicht mehr, dass man auf die „alte Zeit“ angesprochen (besser: angesungen) wird. An diesem Wochenende Ende Oktober waren wir auch in Berlin in der Wabe – und da kamen Erinnerungen an ein Dirk-Zöllner-Konzert im Dezember 2004 hoch. Dirk feierte gerade die Premiere seines Programms „Café Größenwahn“ und wir durften als A-cappella-Exoten einige Lieder zum Besten geben. Nach einer langen Premierennacht nächtigten einige dann bei Dirk zu Hause. Jetzt im Oktober war es ebenso, nur dass Dirk gerade in Erfurt war (wo Klaus als Zuhörer sein Konzert verfolgte) und wir zwar bei Dirk wundervoll nächtigen durften, aber einen eher bescheidenen Wabeauftritt (mangels Gästen) erleben mussten.

Und dass die „yellow-and-green-Zeit“ doch noch etwas nachwirkt, wurde mir beim Lesen eines Brief wieder bewusst, der mich vor einigen Wochen erreichte. Darin standen anrührende Sätze, die mir zeigten, dass manche sich noch an unser Liedgut erinnern können: „Ich denke öfters mal an euch beim Vokabellernen, denn eine Vokabel ist „Ameise“ (‚mròwka‘) und immer wenn ich die mal wiederhole, kommt mir sofort in den Kopf ‚Eine Ameise sucht ihren Haufen ..‘ So habe ich für den jeweiligen Tag dann immer schon mal einen schönen Ohrwurm …“

Ja und da passt es auch, euch kurz zu berichten, was die „Gelb-Grünen“ jetzt eigentlich so treiben. Fangen wir bei Guido an, der mit Michael Frank und weiteren Musikern große Erfolge mit der „Simon & Garfunkel Revival Band“ feiert und ständig unterwegs ist. Zuletzt wurde er auch wieder im Fernsehen mit Clueso und der Stübaphilharmonie bei der „1live Krone“ gesichtet. Bei so einem vollen Terminkalender ist es schon fast unmöglich, langfristig mal ein Treffen zu arrangieren – um so schöner, dass Guido ein ganz „Spontaner“ ist, und wenn noch spät in der Nacht Licht im alten „YAG-Büro“ brennt, das überraschende Wiedersehen freudig gefeiert werden kann.

Klaus wiederum arbeitet, neben seinem Job als Musiklehrer, gemeinsam mit „der“ Steffi vom Jugendtheater „Die Schotte“ an seinem Theaterprojekt „Woody & Allen“ – eine erste private Testvorstellung hat es nach Auskunft von Klaus schon gegeben und die ermutige zu weiteren Taten, so Klaus – man darf gespannt sein und von dieser Stelle aus viel Erfolg!

Albrecht ist neben seinem anstrengenden Job als (wie bezeichnet man diese Arbeit nur?) „Autoteile-test-prüfer“ ein eifriger Chorleiter geworden, der seine vielfältigen gelb-grünen Vokalerfahrungen beim Gospelchor „WE FOR G“ einbringt. Gleichzeitig betreibt er mit seinen großen Familienbanden eine Familienband, die vornehmlich zu Kirchentagen am Start ist. Und wie schon eigentlich immer: Wenn es technische Probleme, knifflige Soundfragen oder musikalisch Grundsätzliches zu bewältigen gilt – auf Albrecht ist Verlass. Zum Beispiel konnte ich mich in meiner großen Not im Sommer mit dem Livemitschnitt der „Ostrocklegenden“ per Mail über die wichtigsten Soundfragen austauschen und seine profunden Tipps haben die entstandene CD zu einer (so die Meinung von nicht Wenigen) doch „runden Sache“ gemacht.

Ja, und ich betätige mich weiterhin – wie soeben angeklungen – als „Produzent“ aber auch Keyboarder z.Z. vornehmlich mit Maximilian Wilhelm und unserem Projekt „Ostrocklegenden – Stationen der Sehnsucht“, das seit März auf den kleinen und großen Bühnen natürlich (leider) nur im Osten der Republik unterwegs ist. Als dieses Projekt im letzten Jahr geplant wurde, war mir nicht so richtig klar, wie viele Musiker und Schauspieler mit ähnlichen Projekten in diesem geschichtsträchtigen Jahr 2009 unterwegs sein werden …

Der Schlagzeuger bei diesem Projekt ist übrigens – und da schließt sich mal wieder der Kreis – Wieland Götze, ein begnadeter Schlagzeuger, der uns Gelb-Grüne noch von unseren Anfängen her kannte. Denn vor 10 Jahren schipperte an einem heißen Sommertag ein Floß die Werra bei Vacha entlang, und auf diesem sangen 4 junge Männer anlässlich der Silberhochzeit von Wielands Eltern vom „Kleinen grünen Kaktus“, von „Wochenend und Sonnenschein“ und von den „Männern, die die Liebe schon wert wären“. Daran erinnerte mich Wieland vor genau einem Jahr beim ersten Zusammentreffen für das Ostrocklegenden-Projekt.

Was bleibt – so könnte man am Ende nochmals fragen? Zweifelsohne gilt unsere Liebe (natürlich nach unseren Frauen und Kindern) der Musik, aber vom A-cappella-Pop-Zirkus haben wir uns schnell und ohne Trennungsschmerzen verabschiedet. Was bleibt, sind die vielen vokalen Erfahrungen, die wir im Laufe der Zeit gesammelt haben und natürlich die schönen Begegnungen mit anderen Musikern, Fans und Freunden, die uns nach wie vor wichtig sind und an die wir gern zurückdenken.

Und schlussendlich tauchen immer mal wieder Fragen nach einem erneuten musikalischen Zusammentreffen auf … nur gibt es zur Zeit keine konkreten Pläne, außer, „müssten wir eigentlich mal nächstes Jahr machen“. Und damit „beende“ ich auch schon alle Spekulationen mit dem von Klaus gern verwendeten Spruch: „Schau mer mal …“ – und wünschen euch an dieser Stelle eine besinnliches Weihnachtszeit und alles Gute im Neuen Jahr.

Denn Wiedersehen macht Freude,

Volkmar im Namen von YAG

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